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Holzingenieurin oder Holzingenieur? Ein Beruf mit Karrierepotenzial! Ob Holzkonstruktionen, Gebäude, Inneneinrichtungen, Möbel – alles dreht sich um den erneuerbaren Roh- und Werkstoff Holz und seine vielseitigen Verarbeitungs- und Einsatzmöglichkeiten. Der Fachbereich Holz der Berner Fachhochschule in Biel ist die Kaderschmiede der Holzbranche mit dem schweizweit einzigartigen Fachhochschulstudium.
 

Bachelor of Science in Holztechnik


Bachelors of Science in Holztechnik (Wood Engineering) sind Ingenieurinnen und Ingenieure, die mit dem Werkstoff Holz Bauten, Räume und Möbel entwerfen und entwickeln. Sie verfügen über praktische und theoretische Kompetenzen in der Herstellung von Halbfabrikaten (Sägereien, Holzwerkstoffproduzenten) und von Produkten (Schreinerei, Möbelindustrie, Zimmerei, Ingenieurholzbau). Die in der Schweiz einmalige Ausbildung orientiert sich an den Anforderungen und Bedürfnissen der Holzwirtschaft und ihrer verwandten Branchen. Aufgrund ihrer Fachkompetenz und ihren kommunikativen Fähigkeiten sind unsere Abgängerinnen und Abgänger international

gefragt.

Steckbrief 

Zulassung

  • Abgeschlossene Berufslehre in der Holzwirtschaft mit eidgenössischer technischer Berufsmaturität oder mit gymnasialer Maturität
  • Gymnasiale Maturität und ein Praktikum in der Holzwirtschaft.

    Maturandinnen und Maturanden bietet die Berner Fachhochschule die «Passerelle», ein Vorbereitungsprogramm auf ein technisch ausgerichtetes Fachhochschulstudium an. Weitere Informationen erteilt die Studiengangsleitung oder finden Sie hier.

  • Ausbildung an einer höheren Fachschule im Bereich Holz
  • Aufnahme "sur Dossier"

 

Dauer

Vollzeit: 6 Semester. Für das Praktikum müssen neun Monate eingeplant werden. 

Herbstsemester: September (Kalenderwoche 38) bis Januar (Kalenderwoche 4)

Frühlingssemester: Februar (Kalenderwoche 8) bis Juni (Kalenderwoche 26)


Für weitere Informationen zum Teilzeitstudium kontaktieren Sie bitte die Studiengangsleitung.

 

Start

Das Studium startet im September (Kalenderwoche 38)

 

Unterrichtssprache

Hauptsächlich Deutsch. Einzelne Unterrichtseinheiten in Französisch oder Englisch.

 

Studiengebühren

CHF 750.– Studiengebühren

CHF   90.– Materialpauschale für Skripte und Handouts

CHF   80.– Prüfungsgebühren

CHF   24.– Gebühr für Soziales, Kulturelles, Sport

CHF   15.– Mitgliederbeitrag Studierendenvereinigung VSBFH

Die Anmeldegebühr/Immatrikulationsgebühr beträgt CHF 100.–. Für Kopien, Bücher und Exkursionen müssen durchschnittlich CHF 400.– pro Semester budgetiert werden.

 

Studienort

Biel

 

Studiengangsleitung

Dr. Andreas Hurst, dipl. Ing. ETH

 

Beratungsgespräche

Die Planung der Berufskarriere beruht auf wichtigen Entscheiden. Wir beantworten Ihnen gerne während eines individuellen Gesprächs Ihre Fragen und klären mit Ihnen die persönlichen Voraussetzungen für das Studium ab. Melden Sie sich für einen Termin unter 032 344 03 72 oder via E-Mail .

 

Informationsanlässe

Ein gedruckter Studienführer kann nicht immer alle Fragen beantworten. Deshalb finden jährlich mehrere Informationsanlässe statt, an denen wir Ihnen unsere Studiengänge vorstellen. Hier finden Sie das Datum von unserem nächsten Informationsabend.

Studienaufbau

Das Studium mit seinen Lehr- und Lerneinheiten ist modular aufgebaut. Es wird zwischen Pflicht-, Wahlpflicht- und Wahlmodulen unterschieden. Die Unterrichtssprache ist hauptsächlich Deutsch. Einzelne Unterrichtseinheiten werden auch französisch oder englisch abgehalten. Grundsätzlich handelt es sich um ein Vollzeitstudium. Die Möglichkeit, ein Teilzeitstudium zu absolvieren, besteht ebenfalls. Weitere Auskünfte dazu erteilt Ihnen die Studienleitung.

 

Erstes Studienjahr. Sie erweitern die kommunikativen und verarbeitungstechnischen Fähigkeiten, erwerben natur- sowie werkstoffwissenschaftliche Kenntnisse und lernen die rechtlichen sowie volkswirtschaftlichen Rahmenbedingungen kennen. Gegen Ende des Studienjahrs entscheiden Sie sich für eine der zwei Vertiefungen.

 

Zweites Studienjahr. In diesem Studienjahr starten die Module der zwei Vertiefungen Timber Structures and Technology (TST) und Process and Product Management (PPM). Der Unterricht der gewählten Fachrichtung entspricht rund 25 Prozent des Studienjahrs. Die anderen Module beinhalten berufs befähigendes, generalistisches Wissen in den Gebieten Betriebswirtschaft, Holztechnologie, Konstruktionslehre, Logistik, Mess-, Steuer- und Regeltechnik sowie Energietechnik und Bauphysik. Im dritten Semester werden die Kurse in Mathematik, Baustatik und Informatik weitergeführt und abgeschlossen.

Im vierten Semester startet der Projektunterricht mit einer Semesterarbeit: Betreut von den

Dozierenden, machen Sie erste Erfahrungen mit Industriepartnern und verfassen eine wissenschaftlichtechnische Arbeit.

 

Drittes Studienjahr. Zusätzlich zu den beiden Vertiefungen Timber Structures and Technology (TST) und Process and Product Management (PPM) können Sie im dritten Studienjahr aus den sechs Fachrichtungen Prozessmanagement, Produktmanagement, Innenausbau, Gebäudehülle, Holzhausbau oder Ingenieurholzbau wählen. Diese Fachrichtungen entsprechen rund 25 Prozent des 3. Studienjahrs. Der Projektunterricht wird mit einer Projektarbeit im fünften Semester und einer Abschlussarbeit, der Bachelor-Thesis, im sechsten Semester oder im Praktikum fortgesetzt. Im sechsten Semester perfektionieren Sie mit dem interdisziplinären Projekt themenüber greifende Arbeit.

 

Praktikum. Das Praktikum in einem Unternehmen der Holzwirtschaft oder in einer auf Holz ausgerichteten Forschungsinstitution im In- oder Ausland können Sie nach dem fünften Semester absolvieren. Sie sammeln unter Betreuung von Dozierenden Ihre ersten Erfahrungen als Ingenieurin, als Ingenieur und verfassen Ihre Abschlussarbeit (Bachelor-Thesis). Neben der Er weiterung der Fachkompetenz stehen bei einem Auslandpraktikum auch das Vertiefen oder Erlernen einer Fremd sprache sowie das Kennenlernen anderer Kulturen im Mittelpunkt. Dieses Praktikum gilt als zusätzliches Modul. Es verbessert Ihren Einstieg ins Berufsleben und kann auch an ein späteres Folgestudium (Master/PhD), auch bei Partnerhochschulen im In- und Ausland, angerechnet werden

 

Abschluss. Jedes Semester schliesst mit Modulprüfungen ab. Die wissenschaftlich-technische Abschlussarbeit (Bachelor-Thesis) beenden Sie mit einer Präsentation. Nach erfolgreichem Abschluss als Bachelor of Science in Holztechnik sind unsere Studierenden gut auf das Berufsleben vorbereitet. Sie verfügen über einen international anerkannten akademischen Abschluss.

Vertiefungen und Fachrichtungen

Vertiefungen

Ende des ersten Studienjahrs wählen Sie eine der beiden Vertiefungen:

 

Timber Structures and Technology (TST). Mit dieser Wahl legen Sie den Schwerpunkt in den Gebieten Statik, Berechnung und Bemessung sowie Konstruktion und Ausführung. Sie beherrschen die Grundkonzepte und die holzspezifischen Eigenheiten beim Bauen komplexer Gebäude und Tragwerke. Dabei wenden Sie die schweizerischen und europäischen Normen professionell an. Sie entwickeln Bauten mit Signalwirkung.

 

Process and Product Management (PPM). Mit dieser Vertiefung konzentrieren Sie sich auf die Prozesse zur Nutzung des Holzes für intelligente, umweltfreundliche Produkte. Dabei behandeln Sie so spannende Themengebiete wie Verarbeitungs- und Maschinentechniken, Betriebs planung, Betriebsführung, Produktentwicklung und Marketing.

 

Fachrichtungen

Im dritten Studienjahr vertiefen Sie Ihr Wissen. Dafür wählen Sie aus den insgesamt sechs Fachrichtungen mindestens zwei Module je Semester aus.

  • Prozessmanagement (nur für die Vertiefung PPM). In den Modulen Produktion, Wirtschaftlichkeit, flexible Fertigungszellen und Reverse Engineering lernen Sie komplexe und ökonomische Fertigungsprozesse zu entwickeln und umzusetzen.
  • Produktmanagement (für beide Vertiefungen möglich). Im Rahmen der Module Produktentwicklung, Darstellungstechnik und Visualisierung koordinieren Sie zwischen Design, Fertigung und Verkauf. Sie entwickeln neue Produkte bis zur Marktreife.
  • Innenausbau (für beide Vertiefungen möglich). Mit den Erkenntnissen aus den Modulen Design, Konstruktion, Innenarchitektur und Entwurf sind Sie in der Lage, mit Architekten und Designerinnen individuell zugeschnittene Ausbauten zu entwerfen und zu realisieren.
  • Gebäudehülle (für beide Vertiefungen möglich). Energieeffiziente Techniken und Methoden, die Sie bei Renovationen und Neubauten benötigen, lernen Sie in den Modulen Gebäudehülle, Architektur, Fenster- und Fassadentechnik sowie Haus- und Gebäudetechnik kennen.
  • Holzhausbau (für beide Vertiefungen möglich). Qualität und Langlebigkeit unter Berücksichtigung wirtschaftlich-ökologischer Ansprüche stehen in den Modulen Bauphysik, Bauprozesse, Holzhausbau und Architektur im Mittelpunkt.
  • Ingenieurholzbau (nur für die Vertiefung TST). Mit dem Wissen aus den Modulen Fundament und Modellierung, Hausbau und Prozesse, Holzbau und Stabilität sowie Verbundbau und Statik holen Sie sich die Qualifikation für die Entwicklung und Verwirklichung von traditionellen und futuristischen Tragwerken.

Sie können darüber hinaus weitere Module wählen – vor allem, wenn Sie Ihre Bachelor-Thesis schon während des Praktikums geschrieben haben. Im 6. Semester stehen zusätzlich fünf weitere Module zur Auswahl.

 

Weitere Informationen zu den Vertiefungen und den Fachrichtungen finden Sie im Curriculum (auf dieser Seite, rechts).

Module und ECTS

Der Bachelor ist der erste berufsqualifizierende Abschluss eines mehrstufigen Studienmodells. Nach dem in Europa üblichen European Credit Transfer System (ECTS) sind für den Erwerb mindestens 180 Credits nötig. Zusätzlich 30 Credits werden an das Praktikum angerechnet. Die Lehrveranstaltungen sind in modulare Einheiten (Module) gegliedert. Ein Modul umfasst eine oder mehrere Lehrver anstaltungen und wird mit Credits bewertet. Gut 40 Prozent des Modulangebots absolvieren Sie im geführten Unterricht. Der Rest ist im geführten und freien Selbststudium zu ergänzen. Die Jahres leistung entspricht mindestens 60 Credits.

 

Hier finden Sie detailierte Informationen zu den Unterrichtsfächern. Klicken sie auf das Bild und im sich öffnenden PDF einfach auf die entsprechenden Fachbezeichnungen. Um auf das Hauptverzeichnis zurück zu gelangen reicht ein Klick irgendwo in die Seite.